(Frequently Asked Questions = Häufig gestellte Fragen)

 

Allgemeine Erklärung der Heizlast: ein Maß für die erforderliche Heizleistung, damit Grundlage für die Bemessung sowohl der Heizflächen in den einzelnen Räumen als auch für die Auslegung der gesamten Heizungsanlage, ist abhängig von der Lage des Gebäudes, der Bauweise der wärmeübertragenden Gebäudeumfassungsflächen und dem Bestimmungszweck der einzelnen Räume

Genauere Definition: Unter Heizlast versteht man in der Bautechnik die zum Aufrechterhalt einer bestimmten Raumtemperatur notwendige Wärmezufuhr, sie wird in Watt angegeben. Die Heizlast richtet sich hierbei nach der Lage des Gebäudes, der Bauweise der wärmeübertragenden Gebäudeumfassungsflächen und dem Bestimmungszweck der einzelnen Räume. Nach ihr richtet sich die Notwendigkeit von Wärmeschutzmaßnahmen und die Auslegung der Heizungsanlage. Die Ermittlung der Heizlast ist in Deutschland in der DIN EN 12831 standardisiert. Für bestehende Gebäude lässt sich die Heizlast genauer und einfacher mittels statistischer Verfahren ermitteln als es mit bauphysikalischen Methoden möglich ist.

 

Die EN 12831 legt ein Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Wärmezufuhr, die unter Norm-Auslegungsbedingungen benötigt wird, fest, um sicherzustellen, dass die erforderliche Norm-Innentemperatur erreicht wird. Diese Richtlinien, die sich vor allem an die Planer, Ersteller und Betreiber von Wärmeversorgungsanlagen richten, stellen das Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast europaweit auf eine einheitliche Basis.

 

 

  • Vor Berechnung

    1. Bitte lesen Sie sich zuerst unseren Arbeitsauftrag [.pdf] genau durch, besonders die Seiten 3 und 4. Hier ist alles wesentliche zur Durchführung der Heizlastberechnung durch wbs erklärt.
       
    2. Eine ausführliche Erklärung zur Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 finden Sie unter:
      http://www.delta-q.de/export/sites/default/de/downloads/heizlastberechnung_recknagel.pdf

       

     

    Frage Antwort
    Kann ich die Pläne auch per Email schicken?

    Ja, 90% aller unserer Kunden tun dies per email. Aber NUR als pdf - Datei bis max. DinA3.
    Bitte AUF KEINEN FALL ALS jpg-Bild!

    Welche digitalen Formate der Pläne können Sie lesen

    nur Acrobat pdf-Datei bis zum maximalen Format DinA3 (wir haben leider keinen Plotter für größere Ausdrucke).

    Bitte keine dwg oder dxf Dateien schicken. Diese können wir nicht bearbeiten.

    Wie und wo kann ich Kommentare / Erläuterungen vermerken (z.B. unterschiedliche U-Werte, Fenstergrößen etc.)

    Bitte immer direkt im Plan. Bitte keinesfalls Fußnoten o. ä. in die Pläne schreiben und dann auf einem anderen Blatt die Erklärungen dazu. Auch bitte Fensterhöhen und U-Werte  immer direkt in den Grundrissplan schreiben und nicht in die Ansichten.

    Bitte keine Kommentare als Adobe-Kommentarfenster eingeben. Diese können wir nicht ausdrucken und folglich auch nicht beachten.

    Ich habe im Keller- und Obergeschoss verschiedene Innenwände. Auf ihrem Arbeitsauftrag kann ich aber nur einen Wert eintragen. Wie soll ich das handhaben?  

    Bitte schreiben Sie die unterschiedlichen U-Werte immer direkt auf den Plan.

    Bitte keinesfalls Fußnoten o. ä. in die Pläne schreiben und dann auf einem anderen Blatt die Erklärungen dazu.

    Kann wbs die Berechnung auch per Email verschicken.

    Selbstverständlich ja. Sie erhalten die Berechnung einschl. Rechnung in der Regel immer per Email als pdf-Datei.

    Kann ich die U-Werte auch selber berechnen ? Gerne, somit sparen Sie sich die Kosten einer Berechnung durch uns. Hier gibt es zahlreiche Online-Berechnungsportale im Internet. Eine gute Seite ist www.u-wert.net
    Ich habe keine Ahnung welchen U-Wert die Wand / das Dach / die Fenster haben, ENEV gibt es nicht und Wandaufbauten etc. kann ich auch nicht sagen.

    Falls Sie keine Angaben zu den U-Werten machen können, dann schreiben Sie bitte auf den Plan das BAUJAHR des Hauses und händisch dazu: U-Werte anhand der deutschen Gebäudetypologietabelle verwenden. Dann verwenden wir typische U-Werte für das Baujahr. Bitte ggf. dazuschreiben, wenn Fenster o.ä. saniert wurden.

    Hier die Gebäudetypologietabelle in Kurzform

    Ich weiß noch nicht genau, ob ich eine Außendämmung mache oder nicht. Kann wbs zwei verschiedene U-Wert Varianten rechnen. Was kostet das Aufpreis?

    Ja, das können wir. Wir bitten um handschriftlichen Vermerk auf der Seite zwei des Arbeitsauftrages. Kosten  pauschal 20 EUR (+MWSt.) pro Gebäude. Falls Fußboden- oder Heizkörperauslegung gemacht werden soll, bitte vermerken für welchen U-Wert, ansonsten muss diese zwei mal durchgeführt und auch zwei mal berechnet werden.

    Kann ich Ihre Berechnung alleine Nachbearbeiten?

    Nein, da wir ein spezielles PC-Programm zur Berechnung benutzen, welches wir selbstverständlich nicht weitergeben können.

    Ich habe keine maßstäblichen Pläne. Können Sie trotzdem die Berechnung durchführen?

    Ja, das geht wenn die Pläne ausreichend vermaßt sind, d.h. Länge und Breite für jeden Raum eingezeichnet ist. Wenn es nicht geht, sagen wir Bescheid.

    Welche Version der DIN EN 12831 benutzen Sie?

    Die aktuellste, d.h. die DIN EN 12831 mit dem nationalen Anhang NA vom Juli 2008

    Ich wohne im europäischen Ausland und möchte die Berechnung durch wbs durchführen lassen. Geht das?

    Ja es geht, aber es gibt für jedes europäische Land unterschiedliche nationale Anhänge. Wir benutzen nur den deutschen Anhang und können daher keine Garantie für die Richtigkeit der Berechnung außerhalb Deutschlands übernehmen.

    WICHTIG ist, dass Sie uns Ihre ortsspezifische tiefste Außentemperatur angeben (-8 ... -18°C). Geben Sie keine an, wählen wir den "worst case", sprich -18 °C

    Können Sie auch eine Auslegung der  Wandheizung machen? Nein, ist leider nicht möglich. In der Regel macht dies jedoch der Hersteller kostenlos, wenn er eine Heizlastberechnung vorliegen hat.
    Bezahlmöglichkeiten? Sie erhalten eine Rechnung als pdf per email (bzw. per Post wenn gewünscht). Hier ist natürlich die Mehrwertsteuer separat ausgewiesen. Dies ist die einzige Bezahlmöglichkeit. Wir verzichten bewußt auf Vorauszahlungen, Paypal oder ähnliches. Bitte begleichen Sie die Rechnung innerhalb von 7 Tagen.

    Hydraulischer Abgleich für ein Bestandsgebäude mit vorhandener Fußbodenheizung:
    Ist die Länge der Heizkreise und der Anbindeleitungen für die Berechnung wichtig?

     Nein, der Hydraulische Abgleich ist nur von der Raumheizlast abghängig. Wichtig sind jedoch die Anzahl der Heizkreise. Die Anzahl bitte handschriftlich direkt in den Plan einzeichnen.

    Wärmepumpenauslegung:

    Was bedeutet "tägl. Sperrzeit" ?

    Zusatzleistung für Sperrzeiten der EVU:
    Viele Energieversorgungsunternehmen (EVU) fördern die  Installation von Wärmepumpen durch spezielle Stromtarife. Im Gegenzug für die günstigeren Preise behalten sich die EVU vor, Sperrzeiten für den Betrieb der Wärmepumpen zu verhängen, z. B. während hoher Leistungsspitzen im Stromnetz. Bei monovalentem und monoenergetischem Betrieb muss die Wärmepumpe größer dimensioniert werden, um trotz der Sperrzeiten den erforderlichen Wärmebedarf/Heizlast eines Tages decken zu können. In der Regel werden zwei Sperrzeiten à zwei Stunden vereinbart
     

    Wärmepumpenauslegung:

    Was bedeutet "Anz. Personen" ?
    Zusatzleistung für Warmwasserbereitung
    Die benötigte Wärmeleistung zur Bereitung von Warmwasser hängt in erster Linie vom Warmwasserbedarf ab. Dieser richtet sich nach der Anzahl der Personen im Haushalt und dem gewünschten Warmwasserkomfort. Im normalen Wohnungsbau wird pro Person ein Verbrauch von 30 bis 60 Litern Warmwasser mit einer Temperatur von 45 °C angenommen. Um bei der Anlagenplanung auf der sicheren Seite zu  sein und dem gestiegenen Komfortbedürfnis der Verbraucher gerecht zu werden, wird eine Wärmeleistung  von 200 W pro Person angesetzt.
     

    Ich bräuchte Heizlast-Berechnungen für den Hydraulischen Abgleich nach Verfahren B.
    Wie wird der hydraulische Abgleich gemacht, wenn die Heizkörper bereits vorhanden sind (alte Guß oder Stahlheizkörper). Werden die Ventile auf die Norm-Heizlast, unabhängig von der Größe der Heizkörper eingestellt?

    Die Ventileinstellung ist NUR von der Heizlast abhängig, NICHT von den eingebauten Heizkörpern.

    Gerne kann ich eine "neutrale" Ventilauslegung machen, d.h. OHNE Heizkörper und nur mit den Ventileinstellungen.
    Bitte im Arbeitsauftrag "NEUTRALE HK AUSLEGUNG" anmerken oder in email schreiben.

    Bitte ggf. vermerken, wenn mehr als ein Heizkörper im Raum verbaut ist

    Könnten Sie für uns auch den Hydraulischen Abgleich nach Verfahren B durchführen?
    Welche Daten sind dazu zwingend notwendig, und was kostet dieser Abgleich ca.?

    Die Berechnung des Hydraulischen Abgleichs nach Verfahren B setzt eine vollständige Heizlastberechnung voraus. Von daher müssen wir eine "normale" Heizlastberechnung durchführen inkl. der Heizkörperauslegung. Wir benötigen also unseren Arbeitsauftrag ("Heizkörperauslegung" ankreuzen) und vermasste Pläne.

    Die Preise richten sich ganz normal nach unserem Arbeitsauftrag zzgl. Heizkörperauslegung.

     

  • Nach Berechnung

    Ausführliche Erklärung zur Durchführung der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831:
    http://www.delta-q.de/export/sites/default/de/downloads/heizlastberechnung_recknagel.pdf

    oder hier: http://www.bosy-online.de/Heizlastberechnung_nach_DIN_EN_12831.htm

    Wichtiger Hinweis:
    die Heizlastberechnung ist in keiner Weise mit der Berechnung zur Energieeinsparverordnung (ENEV-Berechnung - früher auch Wärmeschutzverordnung genannt) zu verwechseln.

    • Die ENEV macht eine Aussage zum ungefähren Energie-Verbrauch eines Hauses in einem Jahr
    • Die Heizlastberechnung dagegen macht eine Aussage darüber, welche Heizleistung benötigt wird, um Gebäude und einzelne Räume im Winter warm zu halten

     

    Frage Antwort
    Die Summe der Einzel-RaumHeizlasten ist größer als die gesamte Gebäude-Heizlast. Warum?

    1) Die Lüftungsheizlast wird am Ende "halbiert", siehe Seite G3 (nur wenn keine Lüftungsanlage)


    2) Interne Wäremverluste (zu beheizten Räumen) werden nicht in die Gebäude-Heizlast einbezogen, da sie dem Gebäude ja wieder "zugute" kommen. Es wird nur die Summer der "Externen Transmissionsheizlast" berücksichtigt (siehe Spalte "ext. Transmissionsheizlast" auf Seite G2)

    Wo kann ich erkennen, wie groß der Heizkessel werden muss?

    Seite G3, die „Auslegungs-Heizlast“
    Sind in der Heizlastberechnung Sperrzeiten-Zuschläge für die Wärmepumpe enthalten?

    Nein, es ist eine „neutrale“ Gebäude-Heizlast, die nicht auf einen speziellen Wärmeerzeuger abgestimmt ist. Die Sperrzeiten-Zuschläge müssen vom Installateur je nach Energieversorger-Vorgaben hinzuaddiert werden. Weitere Infos: http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-316-grundlagen.html

    Sie können auch gerne die Auslegung der Wärmepumpe durch wbs (siehe Arbeitsauftrag Punkt 13) beauftragen, dann berechnen wir die richtige Heizleistung der Wärmepumpe.

    Gehen bei der Din 12831 auch solare Gewinne ein?

    Nein, diese werden nicht berücksichtigt

    Kann ich an der Heizlastberechnung erkennen in welche Kategorie das Haus fällt (KWF 40, KWF60)

    Nein, das kann nur an der ENEV-Berechnung erkannt werden
       

    Fußbodenheizungsauslegung: Was bedeutet es, wenn eine Raum nicht genug beheizt wird? (Heizlast durch

    FBH abgedeckt => NEIN)
    Trotz des Verlegeabstands VZ 10 wird der Raum nicht ausreichend durch die Fußbodenheizung erwärmt. Dies ist meistens bei einer Auslegung für Wärmepumpe der Fall, wenn besonders niedrige Vorlauftemperaturen gewünscht sind. Hier ist in der Praxis die Installation eines zusätzlichen Heizkörpers o.ä. (Heizstrahler, Wandheizung) notwendig.
    Wie viel Heizlast muss ich zur Heizlastberechnung hinzu addieren wenn ich mit der Wärmepumpe das Brauchwasser ebenfalls erwärmen möchte?

    Dies sollte vom WP Hersteller oder vom Installateur berechnet werden. Eine Faustformel und weitere Hinweise finden Sie unter: http://www.heiz-tipp.de/ratgeber-326-warmwassererzeugung.html

    Sie können auch gerne die Auslegung der Wärmepumpe durch wbs (siehe Arbeitsauftrag Punkt 13) beauftragen, dann berechnen wir die richtige Heizleistung der Wärmepumpe.

    Fußbodenheizung: Bei ein paar Räumen sind mehrere Heizkreise angegeben, wo sollen die konkret in den jeweiligen Räumen verlaufen ?

    Der Verlegeabstand ergibt sich aus der berechneten Heizlast des Raumes. Hierbei gilt: je höher die spezifische Heizlast pro qm Raum, des enger ist der Verlegeabstand, bzw. umso mehr Fläche ist im engeren Verlegeabstand VZ 10 abgegeben.

    Bei der Verlegung legen Sie bitte den engeren Abstand (VZ 10) im Bereich der Außenwände. Den größeren Verlegeabstand (VZ 20) dann zur Raummitte hin.

    Fußbodenheizung: Bei ein paar Räumen stehen Wert sowohl bei Vz 10 als auch bei Vz 20, welcher Verlegeabstand soll dort konkret angewandt werden

    Beides, Antwort siehe Antwort oberhalb.
    Fußbodenheizung: Welche Benennung hat die Spalte „Rohrbedarf“. Wie ermitteln sich die Heizkreise und wie groß (Durchmesser) ist das Rohr Soviel Rohr benötigen Sie für die Fußbodenheizungsrohre pro Raum. Die Anzahl der Kreise ergibt sich aus der Rohrmenge pro Raum. Hierbei wird zugrunde gelegt, dass eine Heizkreis max. 100 mtr haben sollte. Aufgrund der Heizkreise pro Stockwerk läßt sich leicht die Größe des Fußbodenheizungsverteilers ermitteln für jedes Stockwerk ermitteln. Das zugrunde gelegte Rohr hat 17 mm (siehe Arbeitsauftrag). Falls Sie ein anderes Rohr verwenden (z.B. 16 oder 14 mm Durchmesser), so ist dies auch möglich, da sich die spezifische Heizleistung dadurch kaum ändert.

    Fußbodenheizung:

    Die Vorlauftemperatur beträgt über 35 °C, kann ich auch engere Verlegeabstände als VZ 10 wählen, um eine Reduzierung zu erreichen. Wenn ja, wie sind die Auswirkungen?
     

    Falls Sie die Option (13) "Optimierung für WP berücksichtigen" gewählt haben, und unsere berechnete Vorlauftemperatur über 35°C liegt, so liegt das an hohen spezifischen Heizlasten pro Raum (meist wenn > 70W/m²). Ein engerer Verlegeabstand als VZ 10 (= alle 10 cm ein Rohr) ist erstens in der Praxis schwer zu verlegen und bringt zweitens eine Einsparung um max. 2 °C. Außerdem geht eine Heizlasberechnung ja immer vom "worst case" aus, d.h. die max. Vorlauftemperatur wird nur an ganz ganz wenigen Tagen im Jahr benötigt (wenn die Außemtemperatur ihr Minimum von -10 bis -16°C erreicht hat). Ansonsten läuft die Heizung mit entsprechend niedrigeren Vorlauftemperaturen und die Wirkunsgrad der Wärmepumpe ist entsprechend besser.

    Deswegen berechnen wir KEINE engeren Verlegeabstände.

    Wieso ist der Wert für die Fläche in der ersten Zeile bei Fußboden immer höher als die brutto Raumfläche?

    Das liegt daran, dass für die wärmeübertragende Fläche nicht nur die reine Raumfläche benutzt wird, sondern auch zusätzlich die Fläche bis zur Außenseite des Gebäudes (also zusätzlich die Fläche durch die Dicke der Außenwände). Näheres hierzu siehe in der DIN 12831

    Fußbodenheizung; In den Räumen "Dusche" oder "Bad" gibt es Abzugsflächen für Dusche bzw. Badewanne. Sind diese Abzugsflächen in die Berechnung der Fußbodenheizung mit eingeflossen? 

    Nein, diese Abzugsflächen sind nicht enthalten. Das heißt, dass genaugenommen die Fußbodenheizung auch unter der Badewanne bzw Dusche verlegt werden müsste.

    Fußbodenheizung; Sie rechnen mit Rohrdimensionen 16x2,0. Mein Installateur will 14x2,0 verlegen. Ändert das etwas an ihrer Auslegung?

    Die Benutzung eines anderen Rohres ist von der Abstrahlung / Wärmeabgabe wenig entscheidend, da diese Abweichung sehr gering ist, meist nur wenige Prozent.

    Allerdings sollte die Rohrlänge pro Heizkreis überprüft werden, i.d.R muss die maximale Rohrleitungslänge umso geringerer sein, je kleiner die Rohrdimension ist.

    Fußbodenheizung: Ihre Auslegung ist für Wärmepumpen-Einsatz optimiert. Als Ergebnis ist der Verlegeabstand 20cm in den meisten Räumen. Ist das nicht ungewöhnlich hoch für eine Wärmepumpen-Auslegung?

    Nein, deswegen wurde es ja berechnet - um möglichst Rohr bzw. Material einzusparen. In den Räumen in denen es nötig ist, sind dann eben engere Verlegeabstände eingetragen. Selbstverständlich dürfen Sia auch engere Verlegeabstände wählen, so kann evtl. die Vorlauftemperatur in der Realität noch etwas gesenkt werden - wenn man in Kauf nimmt, dass ungünstige Räume (Räume mit hoher spezifischer Heizlast) dann nicht ausreichend beheizt werden.

    siehe auch nächste Frage

    In der Auslegung der Fußbodenheizung wird bei einer Vorlauftemperatur von 35 Grad Celsius ein Verlegeabstand von überwiegend 20 cm angegeben. Wäre bei einer Reduzierung des Verlegeabstandes auf 15 cm ein signifikanter Vorteil hinsichtlich einer Senkung der Vorlauftemperatur zu erwarten? Oder hätten bei einer damit einhergehenden Senkung die drei Räume mit dem Vz 10 cm einen Nachteil zu erwarten?

     

    Ein Tipp aus der Praxis: in den "Hauptaufenthalts-Räumen" (Wohnen, Essen, Kinder) kann der Verlegeabstand auf VZ 15 durchgängig reduziert werden, in den anderen Räumen macht es wenig Sinn.

    Ein Vorteil ist nur dann zu erwarten, wenn in den Räumen, in denen es "knapp" wird (also der Raum mit der höchsten spezifischen Heizlast) eine Reduzierung der Raumtemperatur möglich ist. Dadurch sinkt die spezifische Heizlast und die Vorlauftemperatur kann insgesamt gesenkt werden.

    Wir würden gerne in den Wohnräumen den Verlegeabstand von 20 cm auf 15 cm reduzieren. Unsere Frage hierzu: Ändern sich dadurch auch die Ventileinstellungen für den hydraulischen Abgleich oder bleiben diese unverändert?
     
    Die Ventileinstellung ändert sich nicht. Diese hat nichts mit dem Verlegeabstand zu tun, sondern bezieht sich rein auf die Heizlast des Raumes.

    Wenn man einen Raum nicht auf die vorgesehene Temperatur aufheizt, spart man dadurch insgesamt Heizleistung, oder wird durch die passive Heizung durch Nebenräume dieser Sparvorteil wieder aufgefressen? Konkret würden wir wahrscheinlich den Hausanschlussraum im Keller weniger beheizen als berechnet, weil es dort etwas kühler sein kann/soll.

    Ist die Heizlast dann insgesamt geringer oder muss durch die stärkere nötige Beheizung der darüber gelegenen Räume die gleiche Heizlast aufgewandt werden? Oder verändert sich dadurch gar die Auslegung der Fussbodenheizung?

    Das kann so pauschal nicht beantwortet werden. Insgeamt verringert sich dadurch die Gebäudeheizlast (= Summe aller Raumheizlasten) kaum, jedenfalls im Normalfall nicht soviel, dass dadurch die Wärmepumpe oder der Kessel geringer ausgelegt werden sollte.

    Anders sieht es mit dem Raum aus, der beheizt werden soll und nun einen stärkeren Wäremverlust zum Keller hat. In der Regel berechnen wir aber zum Keller sowieso zu "unbeheizt", da dies in der Praxis so gehandhabt wird. Bitte prüfen Sie das. Wenn zu beheizt  gerechnet wird, dann sollte dieser Raum ggf korrigiert werden - vor allem wenn in diesem Raum kaum Reserve in der FBH-Auslegung vorhanden ist.

       

     

Heizlastberechnung

In unserem Arbeitsauftrag finden Sie alle wichtigen Informationen und Preise zur Durchführung der Heizlastberechnung durch wbs:

Download:
Arbeitsauftrag
(ausfüllbares
pdf, 168kB)